Verkettete Buchstaben konstruieren

Es kam mal wieder die Frage auf, ob man nicht Buchstaben in InDesign wie ineinander verkettet setzen könne. Die Antwort ist: es geht, wenn auch so, wie Jolly Jumper einen Wurm auf den Haken bekommt: "Widerwillig". (1)Die Vollständigkeit verlangt zu erwähnen, dass David Blatner einst einen verwandten Beitrag geschrieben hat.Der Einfachheit halber begnüge ich mich hier mit drei Buchstaben. Ein Tipp: wenn alle drei Buchstaben verschiedene Farben haben, bevor Sie sie in Pfade umwandeln, erstellt InDesign eine Gruppe aus drei Pfaden, sonst einen großen, verknüpften Pfad, den Sie erst mühsam lösen müssten.

Es kam mal wieder die Frage auf, ob man nicht Buchstaben in InDesign wie ineinander verkettet setzen könne. Die Antwort ist: es geht, wenn auch so, wie Jolly Jumper einen Wurm auf den Haken bekommt: "Widerwillig". (1)

Die Vollständigkeit verlangt zu erwähnen, dass David Blatner einst einen verwandten Beitrag geschrieben hat.

Der Einfachheit halber begnüge ich mich hier mit drei Buchstaben. Ein Tipp: wenn alle drei Buchstaben verschiedene Farben haben, bevor Sie sie in Pfade umwandeln, erstellt InDesign eine Gruppe aus drei Pfaden, sonst einen großen, verknüpften Pfad, den Sie erst mühsam lösen müssten.

Damit das Ganze halbwegs gut aussieht, achten Sie beim Arrangement darauf, dass die Schnittpunkte abwechselnd oben und unten liegen können. Ich habe hier zu meiner Orientierung die Schnittpunkte markiert, an denen ich das gelbe A nach vorn holen will.

Der Plan ist, von einer Kopie vom A (hier leicht transparent in Blau und verschoben gezeigt) per Pathfinder die Bereiche der Schnittpunkte auszuschneiden. Dazu legen wir einfach ein paar Rechtecke in einer beliebiegen Farbe an, dass sie die Schnittmengen komplett überlappen. Diese Rechtecke werden per Pathfinder vereinigt.

Dann duplizieren wir das A an gleicher Stelle (Apfel-C; Apfel-Alt-Shift-V) und bilden mit dem schwarzen Hilfsobjekt per Pathfinder die Schnittmenge. Was übrig bleibt, habe ich hier leicht aufgehellt. Fertig.

Deutlich komplizierter wird’s, wenn die Buchstaben konturiert sein sollen wie hier:

Die Schnittmenge vom A und G ist noch relativ einfach. Wir müssen die Linien vom G entfernen und die (hier blass gezeigten) Linien vom A stattdessen einsetzen. Das machen wir mit zwei Objekten, die beide exakt so entstanden sind wie oben. (Im Prinzip arbeiten wir mit dem Gelb-Roten Ergebnis einfach weiter.)

Im Folgenden arbeite ich überall mit Konturen, die nach außen ausgerichtet sind. Im übernächsten Schritt wird deutlich, warum.

Geben Sie der oben erzeugten Schnittmenge eine Kontur (hier zur besseren Sichtbarkeit gelb) und fügen diese ins G innen ein (Apfel-Alt-V). Das sorgt dafür, dass die Kontur des Flickens links und rechts zu sehen ist, oben und unten aber nicht.

Jetzt müssen noch die Konturen vom G verschwinden. Einfach: fügen Sie den Flicken einfach noch mal an Originalposition ein (Apfel-Alt-Shift-V), färben ihn weiß und nehmen seine Kontur weg.

Wenn die anderen Konturen nicht nach außen ausgerichtet wären, würde dieses Stück jetzt die Hälfte der Kontur des A verdecken.

Voila:

Bei Buchstaben mit Punze gibt es ein Problem mit der Art, wie InDesign die Konturenausrichtung für zusammengesetzte Pfade berechnet. Sie sehen, dass die Kontur der Punze auf der falschen Seite liegt. Hier hilft nichts: wir müssen das A in zwei Pfade trennen (Objekt > Pfad > Zusammengesetzten Pfad lösen). Legen Sie sich vorher eine Kopie auf einer ausgeblendeten Ebene an.

Jetzt passt‘s und wir können verfahren wie eben: mit Kontur ins P einfügen und ohne Kontur drüberlegen.

Wenn das Ganze eine Füllung haben soll (oder vor farbigem Hintergrund liegt) braucht‘s die Kopie vom A, die wir eben angelegt haben, das ganz hinten zu liegen kommt.

Hier sehen Sie die Bestandteile der Zeichnung.

Hübsch, nicht wahr? Aber ich würd‘s nur machen, wenn ich‘s gut bezahlt bekäme.
 

Moment mal...

 

 

 

 

(1) "Lucky Luke und Jesse James"

Kommentare

Ay

Machst du sowas auch freiwillig für andere? :)