Preise einfach per Absatzformat

Rübi wies mich kürzlich darauf hin, dass das Setzen von Preisen vielleicht einen Blog-Beitrag wert wäre. Keine zwei Wochen später (scusi) bin ich endlich dazu gekommen, einige Ansätze herzustellen und zu dokumentieren.

Rübi wies mich kürzlich darauf hin, dass das Setzen von Preisen vielleicht einen Blog-Beitrag wert wäre. Keine zwei Wochen später (scusi) bin ich endlich dazu gekommen, einige Ansätze herzustellen und zu dokumentieren.

Die Variationen, die mir im Wesentlichen bisher untergekommen sind, bestehen darin:

  • den Pfennigbetrag hochzustellen oder nicht (letzteres ist zu einfach, um hier diskutiert zu werden),
  • den Pfennigbetrag über das Komma zu schieben oder nicht,
  • das Komma verschwinden zu lassen oder nicht,
  • den Pfennigbetrag zu unterstreichen oder nicht.

Alle Variationen lassen sich relativ einfach mit einem verschachtelten Format erledigen: Basis ist die Formatierung für die Vorkommaziffern.

Das Komma bekommt ein eigenes Zeichenformat. Dieses kann:

  • das Komma unsichtbar machen durch Füllungsfarbe "Keine".
  • das Komma hochstellen durch entweder "Hochstellen" oder einen kleinen Schriftgrad und Grundlinienverschiebung.
  • dem Komma eine negative Laufweite geben, um den Pfennigbetrag dichter an die Vorkommastellen heranzuziehen.

Das Zeichenformat für die Pfennige stellt eigentlich nur hoch und fügt ggf. eine Unterstreichung hinzu.

Diese vier Variationen sind entstanden, indem ich statt manueller Hochstellerei die OpenType-Funktionen "OT-superscript" (1 und 3) bzw. OT-Zähler (2 und 4) verwendet habe. Falls Sie mit einem OpenType Font arbeiten, der diese Features anbietet, ist diese Lösung wahrscheinlich vorzuziehen.

In dieser inx-Datei finden Sie die Absatz- und Zeichenformate für alle acht Variationen.

Preise mit Schatten

In vielen Flugblättern haben alle Preise einen hartkantigen Schatten. Es ist keine gute Idee, hartkantige Schatten mit dem Effekt "Schlagschatten" zu erzeugen. Besser ist es, diese wie früher mit zwei Texten zu bauen. Aber auch das kann man automatisieren.

Fangen wir mit einem normalen Preis an (Variation 4 von oben):

Statt einen zweiten Textrahmen dahinter zu legen, kann man auch eine zweite Zeile in den gleichen Textrahmen schreiben, die dann über die erste Zeile geschoben wird. Es ist wichtig, dass erst die Schattenfarbe und dann die Preisfarbe kommt, da die zweite Zeile über der ersten zu liegen kommt.

Damit das Rote links vom Schwarzen liegt, brauchen wir am Anfang ein dünnes Leerzeichen, über das der Preis spationiert werden kann.

Beides, sowohl das Doppeln als auch das Einfügen eines 1/24-Gevierts lässt sich mit einem einzigen, einfachen grep erledigen:

Wenn jetzt noch die untere Zeile einen Zeilenabstand von 0 und eine Grundlinienverschiebung von 1pt mehr als die schwarze Zeile bekommt, sind wir fertig:

Das lässt sich wie gesagt mit zwei Absatzformaten formalisieren. Wenn die Absatzformate per Objektstil aufgerufen werden, reicht ein Klick, um aus einem Textrahmen mit zwei unformatierten Preiszeilen dies zu machen:

In der Zwischenzeit habe ich noch ein paar weitere kleine Variationen in die inx-Datei eingebaut. Inspizieren Sie einfach die Formate, um rauszufinden, ob die Ansätze interessant sind.

Fehlt Ihnen was? Braucht es mehr Info, wie gegebener Text aufgeräumt werden kann? Fallen Ihnen Variationen ein, die mit dieser Technik nicht zu bewerkstelligen ist?