Mit hinteren Objekten arbeiten

Wie arbeitet man mit Objekten, die hinter anderen liegen? Scheinbar bieten die Adobe Programmen (i.W. Illustrator und InDesign) nicht die nötigen Werkzeuge. Scheinbar.

Wie arbeitet man mit Objekten, die hinter anderen liegen? Scheinbar bieten die Adobe Programmen (i.W. Illustrator und InDesign) nicht die nötigen Werkzeuge. Scheinbar.

Nehmen wir diese Beispielseite... Nicht hübsch, aber sie zeigt, was mich hier interessiert.

Da alle Objekte einen Schlagschatten oder sonstige Transparenz haben, liegt der Textrahmen ganz vorn und verdeckt alle anderen Objekte. Natürlich ist der beste Weg, hier mit Ebenen zu arbeiten und ggf. die Textebene abzuschließen. Manchmal muss es aber "kurz mal eben" gehen und dann ist die Ebenenpalette zu kompliziert.

Durch Objekte durchklicken

Der erste wichtige Tipp: Halten Sie die Apfel-Taste gedrückt und klicken Sie wiederholt auf ein Objekt. Bei meinem Beispiel markiert das der Reihe nach den Text, das Bild, das Hintergrundbild und wieder von vorn.

Dies ist für diesen Beitrag der wichtigste Unterschied zwischen Illustrator und InDesign. In Ai kann man nicht durchklicken, stattdessen gibt es einen Shortcut im Kontextmenü "Nächstes Objekt drunter auswählen".

Den Mauszeiger beachten

Der Mauszeiger zeigt Ihnen jederzeit an, mit welchem Objekt Sie arbeiten werden.

Sehen Sie einen schwarzen Pfeil (rechts), liegt an dieser Stelle kein Objekt. Wenn Sie jetzt klicken, ist nichts mehr markiert.

Hat der Pfeil ein kleines Quadrat (links und 2. von rechts), schwebt die Maus über einem Objekt, welches nicht markiert ist. Wenn Sie jetzt klicken, markieren Sie dieses Objekt.

Besteht der Mauszeiger nur aus dem Kopf des Pfeils, arbeiten Sie mit dem ausgewählten Objekt.

Wichtig ist der Zeiger 2. von rechts. Obwohl das Bild markiert ist: wenn ich hier klicke, bekomme ich den darüber liegenden Textrahmen. Wenn ich das Bild bewegen will, muss ich es entweder am Mittelpunkt oder an seiner Kante greifen.

Hierfür muss ich relativ gut zielen. Nicht immer ist der Mittelpunkt so deutlich zu sehen wie hier.

Geht‘s nicht noch leichter?

Wie oft habe ich schon die Diskussion geführt, ob das gut genug sei und warum es keine Sondertaste gibt, mit der das Bild trotzdem irgendwo zu greifen ist... Viele Anwender haben nun mal keine Lust auf die feinmotorische Herausforderung, mit der Maus einen kleinen Punkt zu treffen.

Neu entdeckt: nehmen Sie einfach das Frei-Transformieren-Werkzeug [E] ... Damit greifen Sie das markierte Objekt irgendwo, egal ob was drüber liegt oder nicht.

Life can be so sweet :)

Und wenn ich das Bild in seinem Rahmen verschieben will?

Das geht meines Wissens nicht per Mausklick. Per Apfel-Klick kommen Sie an den Bildrahmen heran, aber nicht an seinen Inhalt.

Aber dafür gibt es einen Menübefehl: Objekt > Auswählen > Inhalt.

Falls Sie dafür noch kein Tastaturkürzel definiert haben, dann aber ma los. Bei mir liegt dieser Befehl auf F4 ("Auswählen > Container" liegt auf F3). Damit ist das Bild ausgesprochen problemfrei zu markieren.

Das Verschieben klappt dann wie gehabt.

Und wo wir grad bei Tastaturbefehlen sind...

Im Produktbereich "Ansichten / Navigation" gibt es den Befehl "Auswahl in Fenster einpassen", der als Vorgabe auf Apfel-Alt-Plus liegt. Den mag ich auch lieber leicht greifbar, wie z.B. mit Apfel-2.

Damit schalten Sie ganz schnell zwischen diesen Ansichten um und sind damt sicher, das Bild nicht versehentlich zu skalieren.

Objekte in Gruppen

Objekte innerhalb einer Gruppe können einfach mit der STRG/Apfel-Taste gegriffen werden, sobald sie markiert wurden.

Hinten liegende Objekte können mit STRG/Apfel-Shift gegriffen werden. Das funktioniert allerdings leider nicht, wenn ganz vorn ein Textrahmen liegt.