Einfach Zeichnen mit dem Buntstift

In meinen Schulungen treffe ich immer wieder auf Leute, die zwar hin und wieder Flächen oder Symbole wie diese erstellen müssten... ...sich mit InDesigns Zeichenfeder eher schwer tun. Bezier-Mathematik ist schließlich nicht das einfachste Konzept unter der Sonne.Deswegen möchte ich heute eine Lanze für das Alternativ-Werkzeug brechen, den Buntstift.

In meinen Schulungen treffe ich immer wieder auf Leute, die zwar hin und wieder Flächen oder Symbole wie diese erstellen müssten...

...sich mit InDesigns Zeichenfeder eher schwer tun. Bezier-Mathematik ist schließlich nicht das einfachste Konzept unter der Sonne.

Deswegen möchte ich heute eine Lanze für das Alternativ-Werkzeug brechen, den Buntstift.

Auf den ersten Blick ist dieser ein völlig untaugliches Werkzeug, weil seilbst bei entspannten Mäuseschubsern recht krakelige Linien entstehen.

Ein Doppelklick auf den Buntstift in der Werkzeugpalette zeigt aber, dass die Vorgabeoptionen das Krakelige fördern.

Wenn ich stattdessen diese Einstellungen verwende...

... erhalte ich eine wesentlich ruhigere und glattere Linie.

Beachten Sie, dass die "Genauigkeit" in Pixeln, also in Bildschirmauflösung, angegeben ist. Je weiter Sie rauszoomen, desto größer absolut fallen die Krakel aus.

Richtig Spaß macht der Buntstift, wenn Sie entdecken, was die Option "Ausgewählte Pfade bearbeiten" bedeutet: Sie können Teile des Strichs einfach per Neuzeichnen korrigieren.

Das braucht ein wenig Übung. Fangen Sie an, in Pfadrichtung zu ziehen und hören Sie in Pfadrichtung auf zu ziehen. Sie ersetzen sozusagen den Teil des Pfades zwischen dem Anfang des Korrekturstrichs und dem Ende des Korrekturstrichs. In diesem Falle also die obere Kappe der Elipse.

Wenn Sie aber so ziehen, liegt der untere Teil der Ellipse zwischen Anfang und Ende:

Ich neige automatisch dazu, die Korrekturstriche langsam auszuführen, was wiederum leicht zu krakeligen Strichen führt:

Halten Sie einfach die Alt-Taste gedrückt (das wandelt den Buntstift zum Glättenwerkzeug) und fahren nachträglich den Pfad entlang.

Auch hier ist der Glätteneffekt in Pixeln angegeben: je weiter Sie rauszoomen, desto stärker wird der Pfad geglättet.

Statt der Alt-Taste können Sie auch über die Werkzeugleiste zum Glätten wechseln. Das hat den Vorteil, dass Sie die Parameter des Werkzeugs per Doppelklick ändern können. Sie finden außerdem noch den Radierer.

Damit fahren Sie einfach den Pfad entlang, wenn Sie ein Stück des Pfades doch nicht haben wollen, wie hier das Innere der Schnecke.

Da InDesign keine kalligrafischen Pinsel hat, bauen Sie den Pinsel einfach selbst: duplizieren Sie den Pfad, verbinden Sie die Enden und geben ihm eine Füllfarbe.

Für den bisherigen Strich ist einfaches Duplizieren gut genug. Für den senkrechten Strich des T brauchte es etwas mehr Arbeit mit Buntstift, Glätten und weißem Pfeil.

Mit etwas Übung ist das alles aber kein Problem.

Kommentare

Super erklärt

.. allerdings bin ich am verzweifeln, denn ich schaffe es einfach nicht, 2 offene Pfade zu zeichnen. In dem Moment wo ich den zweiten ansetze verschwindet der erste. Rumprobieren und googeln hat mich nicht weitergebracht. Indesign ist absolutes Neuland für mich. Was mache ich falsch? Nicole

typischer Anfängerfehler

Meine Frage hat sich erledigt. Typischer Anfängerfehler. Ich wusste nicht dass die Ebene in der Rangliste nach ganz oben gehört weil sie sonst hinter der Grafik verschwindet ;)