CS Review - erster Erfahrungsbericht

CS Live steht auf jeder InDesign CS5 Top Ten Liste von Adobe. (Zwischenfrage: müsste das nach Bastian. Sick korrekt eingedeutscht nicht Indesigncs5toptenliste heißen? Schließlich setzt man im Deutschen ja Hauptwörter einfach so ohne Bindestrich, Wenn und Aber zusammen... Egal)Es ist aber leider so, dass einige der Funktionen anfangs etwas sperrig sind.Um anderen den Weg ein wenig zu ebnen, hier meine ersten Eindrücke von meinem etwas holprigen Weg zu CS Review, einem der interessanteren Dienste von CS Live.

CS Live steht auf jeder InDesign CS5 Top Ten Liste von Adobe.
(Zwischenfrage: müsste das nach Bastian. Sick korrekt eingedeutscht nicht Indesigncs5toptenliste heißen? Schließlich setzt man im Deutschen ja Hauptwörter einfach so ohne Bindestrich, Wenn und Aber zusammen... Egal)
Es ist aber leider so, dass einige der Funktionen anfangs etwas sperrig sind.

Um anderen den Weg ein wenig zu ebnen, hier meine ersten Eindrücke von meinem etwas holprigen Weg zu CS Review, einem der interessanteren Dienste von CS Live.

Kostet CS Live etwas?

Eigentlich ja, wie der Rest von Acrobat.com auch. Wer die CS5 lizensiert (und möglicherweise registriert, da habe ich das Kleingedruckte nicht im Kopf), bekommt aber das erste Jahr CS Live kostenlos.

Mit anderen Worten: wenn einem die Dienste gefallen, müsste man nach 12 Monaten berappen, um sie weiterzubenutzen. Inoffizielle Einstellung von Adobe (keine Ahnung, ob ich mir das gedacht oder irgendwo gehört habe -> man möge mich nicht damit zitieren) ist, dass innerhalb des ersten Jahres ziemlich sicher CS5.3 (i.e. Acrobat 10) rauskommt, was das Abonnement automatisch verlängert, und bevor das dann abgelaufen ist, ist CS6 da.

Was bedeutet, dass jemand, der immer auf dem Stand der Technik bleibt, sich über die CS Live Kosten keine Gedanken machen muss. Alle anderen sollten genauer hinschauen.

Was ist CS Review und was hat das mit InDesign zu tun?

acrobat.com ist ein oder der wesentliche Teil von Adobes Beitrag zur "Wolke", also der Idee, dass man seine Daten im Internet speichert und eo ipso mit anderen Leuten zusammen auf denselben Dateien arbeiten kann. Seit längerem gibt es die Konferenzmöglichkeiten, die ja auch aus InDesign CS4 schon gestarten werden können und Buzzword (eine einfache Textverarbeitung).

CS Review ist damit ein neuer, hoffentlich einfacherer Ansatz für das gemeinsame Online-Kommentieren von Dokumenten als wir ihn von Acrobat seit mehreren Versionen kennen. Acrobats Kommentierwerkzeuge sind toll, aber ein PDF online zu stellen, dass andere live und in Farbe Kommentare eingeben können, war bisher nicht direkt trivial.

CS Review erscheint in InDesign in Form einer Palette, die über Fenster > Erweiterungen geöffnet wird.

Damit CS Live weiß, wer Sie sind (was Voraussetzung dafür ist, dass CS Review weiß, wem die Dateien gehören, die Sie versuchen hochzuladen), brauchen Sie eine Adobe ID.

Die Adobe ID wird schon bei der Installation von InDesign bzw. der Suite abgefragt. Ich habe schon von Anwendern gehört, die später Probleme hatte, Review zum Laufen zu kriegen, wenn die ID nicht schon bei der Installation eingegeben wurde. Wenn Sie also auch nur drüber nachdenken, irgendwann mit CS Live zu experimentieren, geben oder richten Sie die ID gleich am Anfang ein. Kostet ja nichts ;)

Sobald Sie eingeloggt sind, sieht die Palette so aus:

Genauer gesagt

Im Idealfall sieht sie so aus. Bei mir erschien als erstes ein Hinweis, dass ich zuerst die aktualisierten Benutzungsbedingungen von acrobat.com akzeptieren müsse, bevor ich CS Live verwenden könne.

In dem Dialog gabs auch einen kleinen "Hier lesen" Knopf, der versuchte, in Safari die entsprechende Webseite zu öffnen, was scheiterte, womit ich auf der Startseite von acrobat.com landete, wo nichts zu akzeptieren war :(

Hintergrund: der Login-Bereich von acrobat.com hat derzeit (Mai 2010) eine Reihe von Kinderkrankheiten. Auf dem Mac spielt er mit Chrome und Opera gar nicht zusammen und unter Safari mag er bestimmte Versionen des Flashplayers nicht. Sobald ich meinen Default-Browsers auf Firefox umgestellt hatte (das macht man übrigens in den Voreinstellungen von Safari und nicht in den Systemeinstellungen), gabs dann für mich keine Probleme mit dem Einloggen mehr.

Der Review

Wenn Sie in InDesign ein Dokument offen haben, reicht ein Mausklick ind die Palette, um dieses für einen Review-Prozess freizugeben.

Neben der Benennung werden noch ein paar Details abgefragt.

Auf Wunsch wird auch sofort Ihr Browser geöffnet, um das Dokument in der Wolke anzuzeigen.

Nach Vorgabe landet das Dokument erst einmal in Ihrem privaten Workspace, ist also sonst für niemanden sichtbar.

Der Knopf ganz unten links ändert dies.

Über dieses Dialogfeld können Sie Kommentatoren einladen. Oben rechts legen Sie die "Rolle" des Eingeladenen fest; entweder Ko-Autor oder nur Kommentator.

Der Eingeladene bekommt dann diese E-Mail

Klickt er auf den Link, muss er sich mit seiner Adobe ID einloggen.

Hat er noch keine, muss er sich eine anlegen. Das sind wie gesagt nur ein paar Mausklicks.

Für einen Ko-Autoren sieht das Fenster so aus

Für einen Kommentatoren so

Wo ist der Unterschied?

Soweit ich es bisher erkennen kann, nur im Menü oben links "Review"

Ein Ko-Autor kann Inhalte löschen und hinzufügen.

Kommentare beziehen sich auf die ganze Seite, den markierten Text oder einen ausgewählten Bereich auf der Seite. Sie werden rechts in der Spalte aufgeführt.

Ein Ko-Autor kann wie gesagt auch Inhalte (im Sinne von: Seiten) hinzufügen.

Wenn ich mich als ursprünglicher Autor bei acrobat.com anmelde, sehe ich diese Übersicht inklusive der Datei, die im Review-Prozess steckt.

Ich kann also wieder das Review Fenster öffnen und auf Kommentare antworten etc.

Und was bringt mir das in InDesign?

Schauen wir uns zu diesem Zeitpunkt einfach mal die CS Review Palette und das Dokument an...

Hier sehen Sie, inwiefern CS Review viel mehr ist als PDF-Dateien hin und her zu schicken.

Die sieben Knöpfe unten in der Review Palette sind

  • Teilnehmer einladen
  • Kommentare im Layout ein-/ausblenden (die grünen Umrandungen)
  • Gehe zum Kommentar im Layout
  • Der Review die Seiten des aktuellen Dokuments hinzufügen
  • Review online anschauen
  • Neue Review erstellen
  • Review löschen

Nach meiner anfänglichen Skepzis, durch die Kinderkrankheiten beim Anmelden verursacht, glaube ich inzwischen, dass das wirklich ein sehr spannendes Feature ist, das seinen Platz zurecht unter Adobes Top Ten findet.

Sobald die Browser konfiguriert sind und jeder Teilnehmer eine Adobe ID hat, ist der Rest wirklich recht einfach und ein vielversprechender Anfang.

Kommentare

Können Änderungswünsche automatisch übernommen werden?

Vielen Dank für den tollen Appetizer einer vielversprechenden neuen Funktion. Gibt es denn die Möglichkeit, dass ein Co-Autor oder Kommentator Änderungswünsche eingibt, die dann automatisch in InDesign übernommen werden? Ein Beispiel wäre z.B. wenn sich in der Adresse etwas geändert hat. Das wäre ja DAS Killerfeature für online-Korrekturen.

MfG

Änderungen direkt: wohl kaum

Ohne selbst recherchiert zu haben: ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass CS Review direkt in eine InDesign Datei eingreifen kann.
Es ist ein von InDesign unabhängig bestehender Dienst, der m.W. auch von z.B. Illustrator aus gestartet werden kann. Mit anderen Worten: CSReview hat keine Ahnung davon, wie eine InDesign-Datei aufgebaut ist.
Also könnte der Wunsch nur funktionieren, wenn InDesign selbst die Kommentare entsprechend umsetzt. Das wiederum hätte rechtliche Lizenzprobleme zur Folge, weil dann ja zwei Leute gleichzeitig an einer Datei arbeiten.
 
Langer Rede, kurzer Sinn: ich würde mich gern eines Besseren belehren lassen, aber ich glaube so wenig an die Möglichkeit, dass ich mich vorerst nicht mal auf die Suche mache.